#saarbratwurstjournalisten

Als ich heute morgen um 5 Uhr die Saarbrücker Zeitung, Lokalteil Seite 5, aufschlug, lächelten mir bekannte Gesichter entgegen. Mit Bild und Zitat konnte ich über deren Wirken bei Twitter lesen. Die Tweets waren mir größtenteils bekannt.

Schnell stellte ich fest, dass der dazugehörige Artikel journalistisch für die Tonne war. Der Tenor im Artikel des Journalisten Matthias Zimmermann ist daneben. Im  Laufe des Tages hagelte es Kritik und Blogeinträge über die Situation.

Im Prinzip sind sich dabei alle einig, dass dies ein doch untauglicher Versuch einer Darstellung von Twitter bzw. derer Nutzer war. Es zeugt von fehlender Kenntnis und mangelndem Interesse der journalistischen Aufarbeitung. Vielleicht ist aber auch der Druck Zeilen zu produzieren mittlerweile so groß, dass Grundregeln so mißachtet werden.

Man merkt Matthias Zimmermann an der Auswahl seiner Twitterer seine Tätigkeit in der St.Wendeler Lokalredaktion schon an. Wie sonst kann man erklären, dass gestandene Bürgermeister wie @illyconvalley oder @joaum leer ausgingen?

Ich erwarte natürlich auch für die Zukunft wirklich offene, originelle oder verpatzte Tweets und kein “dreimalüberlegenmüssen” beim Schreiben! Da dürfte die Sau und die deutsche Eiche wieder greifen.

Christian Petry, 24.08.2010

Über medusa65

Familienmensch, Reisefan, Fußballanhänger und leidenschaftlich in der Kommunalpolitik
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3 Antworten zu #saarbratwurstjournalisten

  1. Volker schreibt:

    Dein Beitrag finde ich passend. Ich vermute, dass der Bürgermeister von NK nicht dabei war, weil seine Tweets geschützt, und somit von keinem gelesen werden kann, der ihm nicht folgt. Ähnlich auch bei dir. Warum der Illinger Bürgermeister nicht genommen wurde – keine ahnung.
    Man hätte auch, wenn gewollt, die positiven Tweets zwischen mir und Illiconvalley bzgl. der Region Illtal und der Biberburg zitieren können. Hier gilt auch bestimmt das Zufallsprinzip der Saarbrücker-Zeitung.
    Da ich fair und nicht so einseitig bin, wie der Artikel in der SZ, möchte ich hier nochmals erwähnen, dass der Redakteur sonst ganz fair über unsere Gemeinderatssitzungen berichtet. Bisher hatten wir keinerlei Parteinahme zu erkennen.

  2. illiconvalley schreibt:

    Gut beschrieben, Chris, gut kommentiert Ulrich und Volker – wir sollten Herrn Zimmermann wirklich in die Twittergeheimnisse einweihen

  3. Pingback: Twitter und die Saarbrücker Zeitung « Bachmichels Haus

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